Sozio-oekonomisches Panel stärken

Artikel veröffentlicht: 08.07.2021

Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin gehört zu den wichtigsten Infrastruktureinrichtungen der Sozial- und Wirtschaftsforschung in Deutschland. Es führt seit 1984 die einzige disziplinübergreifende Wiederholungsbefragung von Personen in privaten Haushalten durch, betreibt Methodenforschung sowie eigene Forschung mit den erhobenen Daten. In einem öffentlich publiztierten Aufruf fordern führende Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlerinnen sowie -wissenschafter dazu auf, das SOEP finanziell zu stärken, um die hohe Qualität von Datenproduktion und -forschung weiterhin zu gewährleisten. Die bisherigen Mittelzuweisungen reichen nach Ansicht der Unterzeichner dazu nicht aus. Zudem sollte der Umfang der Panelbefragung von 13.000 auf über 20.000 Haushalte ausgebaut werden, um genauer als bisher Entwicklungen bestimmter sozialer Gruppen oder Regionen, wie während der COVID-19 Pandemie, zu untersuchen. ...

 

... Einer der Mitunterzeichner des Aufrufs, erschienen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 3. Juli 2021, ist Professor Thomas Hinz, Gründungsvorsitzender der Akademie für Soziologie sowie dort amtierendes Vorstandsmitglied. Sie finden den "Offenen Brief" hier.

 

In einem Hintergrundartikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (4. Juli 2021) verweist der Journalist Patrik Bernau auf einen weiteren Hintergrund des "Offenen Briefs": Gestiegene Kosten für die Durchführung der Umfrage einserseits sowie erhöhte Mittelforderungen der DIW-Gesamtleitung an das SOEP, das aus separaten öffentlichen Mitteln finanziert wird. Sie finden den Beitrag hier.

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