Kampf gegen Pandemien

Artikel veröffentlicht: 31.03.2020

Wie man in den Sozialwissenschaften weiß, ist es ungemein schwierig, komplexe Systeme durch gezielte Interventionen zu steuern. Ob Finanzkrisen oder Pandemien – es gibt Zeitverzögerungen, Rückwirkungen, vielfache Wechselwirkungen und unbeabsichtigte Nebenfolgen. Noch schwieriger ist die Steuerung, wenn es kein Feedback über die Wirkung von Maßnahmen gibt. Um die Effekte der politischen Entscheidungen zu überprüfen, braucht es derzeit vor allem verlässliche Daten, um die Wirksamkeit der Therapie und die nötige Stärke der Dosis in jeder Phase beurteilen zu können. Liefern könnte diese die empirische Sozialwissenschaft.

Der Soziologe Andreas Diekmann (Universität Leipzig & ETH Zürich) mit Vorschlägen zur Datenerhebung in Der Freitag (13/2020), hier online zu lesen.