Solidarität in der Coronakrise

Artikel veröffentlicht: 25.03.2020

Solidarität bedeutet oft, dass wir den sozialen Austausch zum Wohle Schwächerer verstärken. Die gegenwärtige "social distancing" Politik begrenzt aber den sozialen Austausch, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen und damit abzuschwächen. Denn je weniger wir uns sozial austauschen, desto schwerer hat es das Virus sich zu vermehren. Dies bringt die Gesellschaft in die paradoxe Situation, einander gerade nicht durch direkten Zusammenschluss helfen zu können. Besonders radikal bricht die Ausgangssperre mit unserer Gewohnheit, einander in der Not beizustehen.
In seinem Essay macht Holger Lengfeld (Universität Leipzig) Anregungen, die mittelfristig helfen könnten, gezielten, begrenzten sozialen Austausch bewusst zu fördern.

Holger Lengfeld: Solidarität in der Krise: Wie die negativen Folgen der Kollektiv-Quarantäne gedämpft werden können. Tagesspiegel online v.21.03.2020